Zecken Hund

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Sobald die Temperaturen nach dem Winter etwas steigen, geht es wieder los mit den lästigen Zecken am Hund. Von ungefähr März bis Oktober sind Zecken aktiv, hauptsächlich aber im Frühjahr. Zecken lassen sich entgegen der landläufigen Meinung nicht von Bäumen fallen, sie sitzen vor allem auf Grashalmen, Farnen oder Laub und lassen sich abstreichen, sobald ein Lebewesen vorbeigeht. Ein Hund, der beim Spazieren, bei Hunde-Spielen oder beim Apportieren vom Weg abkommt, ist dabei natürlich das ideale Ziel. Die Zecken beim Hund sitzen meist im Bereich des Kopfes, der Achseln und der Brust. Ab und zu verirrt sich aber auch mal eine Zecke zwischen die Zehen oder beispielsweise in den Lendenbereich. Zecken beim Hund sollten möglichst schnell entfernt werden, da einige Krankheitserreger 16-24 Stunden brauchen, um auf den Hund überzugehen.

Borreliose beim Hund

Neben eher unbekannteren Krankheiten wie Babesiose, Ehrlichiose, FSME, Leishmaniose und Dirofilariose zählt die Borreliose (eigentlich Lyme-Borreliose) zu den Krankheiten, die beim Hund durch Zecken übertragen werden können. Erst einmal die gute Nachricht: Nur wenige Hunde erkranken nach dem Biss einer mit Borreliose infizierten Zecke. Ein Großteil der Hunde ist häufigem Kontakt mit Zecken ausgesetzt und trägt Antikörper in sich, nur wenige der infizierten Hunde erkranken daher auch tatsächlich. Symptome der Borreliose beim Hund sind Gelenkbeschwerden, Lahmheit, Fieber und teilweise Nierenerkrankungen oder neurologische Symptome. Im Normalfall hilft dann eine Antibiotika-Therapie sehr wirksam gegen Borreliose beim Hund. Damit es nicht so weit kommt, sollte man aber mithilfe eines effektiven Zeckenschutzes des Hundes vorbeugen. Und: Diesen Zeckenschutz solltet ihr bereits bei der Erstausstattung eures Hundes bedenken.

Zeckenschutz Hund

Wenn es um den Zeckenschutz für den Hund geht, steht man als Hundehalter oft vor einem Dilemma: Einerseits sollte der Zeckenschutz für den Hund effektiv sein, da Zecken am Hund nicht nur lästig, sondern auch sehr gefährlich für das Tier sein können. Gleichzeitig möchten wir unseren Hund aber natürlich auch nicht unnötig mit Chemikalien belasten.

Unsere Devise ist daher: In südlichen Gebieten, also in Süddeutschland, aber vor allem auch beim Urlaub in Südeuropa, sollte ein stärkerer Schutz her, um den Hund vor der vor allem in diesen Gebieten vertretenen Krankheit FSME zu schützen. Im Alltag benutzen wir (da wir in Mitteldeutschland wohnen) natürliche Mittel gegen Zecken beim Hund. Wir möchten euch beide Varianten und die jeweiligen Zeckenschutzmittel für den Hund hier vorstellen:

Spot on Hund gegen Zecken

Das Spot on für den Hund wird sehr oft beim Tierarzt verabreicht, da es einfach ein sehr effektiver Zeckenschutz ist. Das Spot on schützt nicht nur gegen Zecken, sondern auch gegen Flöhe und Haarlinge. In einer Packung befinden sich 6 Pipetten, mit denen man das Spot on relativ unkompliziert punktförmig auf den Rücken des Hundes aufträgt. Innerhalb von 48h sollen die Zecken damit abgetötet werden. Der Zeckenschutz des Spot on hält bis zu 4 Wochen und bis zu 8 Wochen gegen Flöhe. Der Vorteil des Spot on für den Hund gegen Zecken: Es ist sehr effektiv, Zecken sterben in kürzester Zeit ab. Nachteil: Das Spot on gegen Zecken hat einen vergleichsweise hohen Preis und ist ein für den Organismus sehr aggressives Mittel.

Scalibor Zeckenhalsband

Das Scalibor Zeckenhalsband wird dem Hund ganz einfach neben seinem normalen Halsband umgemacht. Der Wirkstoff aus dem Scalibor Zeckenhalsband verteilt sich dann vom Hals aus gleichmäßig über die Lipidschicht der Haut des Hundes über den ganzen Körper. Ab der zweiten Woche erreicht es seine volle Wirksamkeit, die dann bis zu 6 Monate (also locker eine Zecken-Saison lang) anhält. Der Wirkstoff Deltamethrin sorgt dafür, dass die Zecken dem Hund fernbleiben, sich nicht festbeißen und bereits festsitzende Zecken absterben. Großer Vorteil des Scalibor Zeckenhalsbandes: Der Zeckenschutz beim Hund wird durch Wasser nicht beeinträchtigt. Unserer Erfahrung nach reduziert das Scalibor Zeckenhalsband die Menge an Zecken und bietet somit einen recht guten Zeckenschutz für den Hund. Gleichzeitig muss man sich bewusst sein, dass ein Stoff, der Zecken derart aggressiv abtötet, auch Auswirkungen auf den Körper des Hundes haben kann.

Natürlicher Zeckenschutz Hund

Vermehrt schaffen es Mittel zum natürlichen Zeckenschutz für den Hund auf den Markt, die den Hund selbst nicht so belasten wie andere chemische Mittel. Zu den wohl bekanntesten dieser Mittel zum Zeckenschutz für den Hund gehören Kokosöl und Teebaumöl.

Natürlicher Zeckenschutz: Kokosöl gegen Zecken bei Hunden

Kokosöl ist ein äußerst beliebter, natürlicher Zeckenschutz bei Hunden. Viele Hunde finden den Duft sogar recht angenehm. Das Kokosöl wird zum Schutz gegen Zecken auf den Hundekörper aufgetragen und kann ihm zusätzlich auch ins Futter gegeben werden, was gegen Würmer schützen kann. Gegen die Zecken hilft hierbei der hohe Larinsäuregehalt, der die Parasiten abschreckt. Viele Hundehalter, die Kokosöl gegen Zecken bei Hunden eingesetzt haben, waren von der Wirkung und dem angenehmen Geruch überzeugt. Wir persönlich haben Kokosöl gegen Zecken bei Hunden noch nicht getestet, aufgrund der vielen guten Bewertungen auf Amazon werden wir es aber mal ausprobieren. Wie oft man das Kokosöl auftragen muss, hängt davon ab, wie oft man es bereits verwendet hat. Je länger es bereits aufgetragen wurde, desto seltener muss man es auftragen.

Natürlicher Zeckenschutz: Teebaumöl gegen Zecken Hund

Gleich vorneweg: Teebaumöl gegen Zecken ist bei vielen Hunden nicht gerade beliebt, da sie den Geruch nicht mögen. Unser Golden Retriever tritt regelmäßig die Flucht an, wenn wir ihm das Mittel auftragen möchten. Teebaumöl ist aber ein rein natürlicher Stoff gegen Zecken beim Hund, der Geruch ist nach kürzester Zeit verflogen und es ist auch ein vergleichsweise günstiger, natürlicher Zeckenschutz. Das Mittel mit Teebaumöl, das wir benutzen, ist ein Abwehrkonzentrat von cdVet und wurde uns von einer Tierheilpraktikerin empfohlen. Man trägt 1-2 x täglich ein wenig in den Nacken und auf den Rutenansatz des Hundes auf. Der Preis von ca. 16 Euro pro 10 ml erscheint zunächst hoch, allerdings hält das Mittel bei uns immer mindestens 1 Jahr. Ein 100%iger Schutz kann dadurch nicht garantiert werden, in jedem Fall haben wir aber eine Verbesserung festgestellt. Viele Zecken können wir noch lange nach dem Spaziergang vom Fell absammeln, da sich die Zecken nicht so schnell festzubeißen scheinen.

Zecke beim Hund entfernen

Schafft es trotz des Zeckenschutzes mal eine Zecke, sich im Hund festzubeißen, ist es mit dem richtigen Material kein Problem, die Zecke beim Hund zu entfernen.

Das wichtigste ist es, die Zecke beim Hund komplett zu entfernen, MIT Kopf. Ansonsten kann es zu Entzündungen kommen. Abraten würde ich daher in jedem Fall davon, die Zecke mit einer gewöhnlichen oder auch speziellen Zecken-Pinzette zu entfernen. Hier passiert es gerne mal, dass man die Zecke zerquetscht oder den Kopf nicht mit entfernt. Auch Methoden wie das Beträufeln mit Öl, Kleber, Alkohol oder Nagellackentferner sind veraltet und sollten nicht mehr benutzt werden, um eine Zecke beim Hund zu entfernen.

Unsere Empfehlungen, um eine Zecke beim Hund schnell und sicher zu entfernen:

  1. Die Zeckenkarte: Die Zeckenkarte ist eine richtige Karte mit einer kleinen Kerbe an einer Ecke. Um eine Zecke beim Hund zu entfernen, setzt man die Karte mit der Kerbe unter der Zecke an und zieht die Karte mit der Zecke darauf einfach nach oben. So löst sich die Zecke vom Hund.
  2. Der Zeckenhaken: Der Zeckenhaken sieht aus wie ein Kuhfuß. Er wird in 2 Größen geliefert, die je nach Größe der Zecke ausgewählt werden können. Der Zeckenhaken wird unterhalb der Zecke angesetzt und dann der Haken gedreht, bis sich die Zecke von alleine löst. Eine sehr schnelle und einfache Methode, eine Zecke beim Hund zu entfernen.

Wichtig: Nach dem ihr die Zecke beim Hund entfernt habt, solltet ihr diese gut entsorgen. Denn: Zecken sind äußerst zäh und können sogar schwimmen!

Zecken Hund