Agility-Training

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Agility, zu Deutsch „Geschicklichkeit“, ist ein Hundesport, der immer mehr Anhänger findet. Der Hund muss dabei mit eurer Unterstützung eine Art Hindernisparcours überwinden. Dieser kann mit ganz unterschiedlichen Hindernissen gestaltet und variiert werden. Ohne Leine und oft aus Sicherheitsgründen auch ohne Halsband müsst ihr euren Hund nun durch den Parcours lenken. Ziel ist es, dass euer Hund den Parcours schnell und ohne Fehler überwindet.

Natürlich gibt es auch in diesem Hundesport Wettkämpfe, allerdings werden auch oft schon in der Welpenschule Geschicklichkeitsparcours aufgebaut, um die Beziehung und das Vertrauen zwischen dem Welpen und dem Halter zu stärken. Agility kann somit auf allen Leistungsniveaus betrieben werden.

Der Agility-Parcours

Der Agility Parcours besteht normalerweise aus maximal 20 Hindernissen. In einem Turnier kann der Richter diesen selbst zusammenstellen und hat dabei eine sehr große Auswahl an möglichen Hindernissen. Zur Grundausstattung beim Agility Training gehören:

  • Laufsteg
  • Reifen (hochkant zum Durchspringen oder auf dem Boden liegend)
  • Weitsprung
  • Viadukt oder Mauer
  • Tisch
  • Wippe
  • Schrägwand/A-Wand
  • Agility Slalom
  • Buschhürde
  • fester Tunnel und Stofftunnel (Sacktunnel)

Vor dem Turnier hat jeder Teilnehmer 10 Minuten Zeit, sich den Agility Parcours einzuprägen, allerdings in Abwesenheit des Hundes. Der Richter gibt die Reihenfolge vor und muss dabei zwei Richtungswechsel einplanen. Die Strecke ist zwischen 100m und 200m lang. Es gibt darüber hinaus zwei unterschiedlichen Parcours-Varianten:

  • den AG-Lauf: Hier müssen mindestens 2 Kontaktzonengeräte eingebaut werden. Dazu zählen die Schrägwand, die Wippe und der Laufsteg.
  • das Jumping: Hier werden keine Kontaktzonengeräte eingebaut.

Der Hundehalter muss den Hund dann ohne fremde Hilfsmittel (Leckerlies, Spielsachen) und nur mithilfe von Kommandos und Körpersprache durch den Agility Parcours lenken. Hält er sich nicht an die vorgegeben Regeln und die Reihenfolge des Parcours, werden er und sein Hund disqualifiziert.

Wichtig dabei: In erster Linie kommt es auf die Geschicklichkeit des Hundes an, nicht auf die Schnelligkeit. Bei punktgleichen Ergebnissen gewinnt das Hund-Mensch-Team, das die wenigsten Fehler gemacht hat. Nur wenn auch diese Ergebnisse gleich sind, gewinnt das schnellere Team.

Agility-Training - in welchem Alter?

Mit dem Agility Training solltet ihr erst ernsthaft beginnen, wenn euer Hund bereits ausgewachsen ist (Faustregel: bei großen Hunden ab 1,5 Jahren, bei kleinen Hunden ab 1 Jahr). Anderenfalls können Haltungsschäden und Verletzungen die Folge sein.

Wie aber bereits weiter oben geschrieben, werden oft bereits in Welpenschulen Hindernisparcours aufgebaut. Dies ist auch gut für die Sozialisierung des Welpen und es gibt ihm Selbstvertrauen, die einzelnen Hindernisse zu überwinden. Man darf es nur nicht übertreiben und auf keinen Fall sportliche Höchstleistungen einfordern. Das heißt konkret: den Welpen nicht zum Springen animieren, keinen engen Slalom laufen lassen und ganz besonders vorsichtig sein bei den höher liegenden Hindernissen (Wippe etc.)

Euer Hund kann übrigens auch im fortgeschrittenen Alter noch Agility Training absolvieren. Ihr solltet ihn dabei einfach genau beobachten um frühzeitig zu merken, wenn es zu viel für ihn wird. Gegebenenfalls kann man Hindernisse auch einfacher gestalteten, z.B. die Höhe der Hürden etwas reduzieren.

Achtung: Nur wenn euer Golden Retriever gesund ist und insbesondere nicht an HD oder ED leidet, solltet ihr diesen Sport mit ihm betreiben! Bei kleineren Leiden solltet ihr mit eurem Tierarzt besprechen, ob Agility für ihn geeignet ist.

Agility-Training - mit welchen Rassen?

Generell gilt: Beim Agility Training sind alle Hunderassen willkommen. Natürlich gibt es Rassen, die allgemein bekannt sind für ihre Geschicklichkeit und die man daher immer wieder auf Agility-Turnieren sehen wird, wie den Border Collie. Aber auch andere Rassen können an diesem Hundesport sehr viel Interesse zeigen. Statt auf die Rasse sollte man viel eher auf die Vorlieben des Hundes achten.

Aus gesundheitlichen Gründen sollte man allerdings bei einigen Hunderassen auf zu ausuferndes Agility Training und Wettkampfsport verzichten, insbesondere bei sehr langen, kurzbeinigen, übergroßen, kurznasigen und überschweren Hunden.

Übrigens: Bei Turnieren werden die Hunde in unterschiedliche Größenklassen eingeteilt (Mini, Midi und Large), sodass auch kleinere Hunde eine Chance haben, zu gewinnen.