Gutes Hundefutter

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Viele von euch kennen das bestimmt: Wer, gerade als Ersthundehalter, vor der Frage steht, welches Hundefutter er für seinen Hund besorgen soll, der hat die Qual der Wahl. Das Angebot ist heutzutage riesig: Es gibt Hundefutter für Welpen und Junghunde, Hundefutter für Hunde mit besonders sensiblem Magen, Hundefutter für Senioren, Hundefutter für übergewichtige Hunde und welches für besonders aktive Hunde. Und das alles oft in drei unterschiedlichen Sorten für kleine, mittlere und große Rassen. Doch wie findet man ein wirklich gutes Hundefutter? Im folgenden Abschnitt geben wir euch Tipps für den Kauf von Hundefutter, damit ihr für euch und euren Hund die passende Hundeernährung finden könnt.

Unsere Empfehlung für ein getreidefreies, gutes Hundefutter

Vorab schon einmal unsere Empfehlungen für Hundetrockenfutter: das Hundefutter von Wolfsblut, insbesondere die Sorte Wild Duck.

Wir haben dieses Hundefutter ausprobiert, weil es vielerorts im Internet empfohlen wurde. Und unser Golden Retriever verträgt es wirklich sehr gut. Wir werden ganz oft darauf angesprochen, dass sein Fell so schön glänzen würde. Er hat auch eine sehr schöne, schlanke Figur durch das Futter. Selbst unsere Tierärztin hat uns darauf angesprochen, dass es sich wirklich um ein gutes Hundefutter handeln müsse, weil er so gesund und sein Fell so glänzend sei. Darüber hinaus handelt es sich um ein getreidefreies Hundefutter.

Der Preis mag zunächst hoch erscheinen. Im Vergleich mit anderen hochwertigen Hundefuttern ist er aber vollkommen in Ordnung. Man muss sich auch vor Augen halten: Wie viel zahlen wir für ein Stück Fleisch? Ein niedriger Preis eines Hundefutters deutet also meist darauf hin, dass nicht viel Fleisch darin enthalten sein kann.

Inhaltsstoffe eines guten Hundefutters

Um ein gutes Hundefutter zu finden, solltet ihr auf folgende Inhaltsstoffe achten:

Rohprotein im Hundefutter

Rohprotein, also größtenteils Eiweiß, benötigt der Hund zum Erhalt der Körpersubstanz. Tierisches Eiweiß können Hunde sehr gut verarbeiten, während es bei pflanzlichem Eiweiß sehr stark von der Qualität abhängt. Am besten sollte im Hundefutter also größtenteils tierisches Eiweiß verarbeitet sein. Der Rohproteingehalt sollte möglichst ausgeglichen sein: Bei einem zu hohen Anteil wandelt der Körper des Hundes das Eiweiß in Fett um und lagert es in Depots. Gerade bei Hunden, die zu Übergewicht tendieren, sollte der Rohproteingehalt also eher gering sein. Außerdem kann ein zu hoher Rohproteingehalt die Nieren schädigen und zu Hyperaktivität führen. Andererseits kann ein Mangel an Eiweiß zu Krankheiten führen, wie beispielsweise Hautinfektionen, Durchfall oder Infektionskrankheiten. Man sollte daher beim Rohproteingehalt vor allem auf die Bedürfnisse des eigenen Hundes achten: Wenn er viel körperliche Arbeit leistet, kann der Anteil etwas höher sein, bei von Natur aus sehr temperamentvollen Hunden sollte man ein gutes Hundefutter mit etwas weniger Rohprotein auswählen. Bei Welpenfutter sollte der Rohproteingehalt immer etwas über dem eines Hundefutters für ausgewachsene Hunde liegen. Im Normalfall variiert der Rohproteingehalt im Hundefutter zwischen 20 und 30 %. Für einen normalausgelasteten, ausgewachsenen Hund sollte ein gutes Hundefutter einen Rohproteingehalt von ca. 22-23 % aufweisen (nur ein Richtwert!).

Rohasche im Hundefutter

Als Rohasche wird der Teil des Hundefutters bezeichnet, der übrig bliebe, wenn man das Hundefutter bei sehr hohen Temperaturen verbrennen würde. Es handelt sich also somit um den anorganischen Teil des Hundefutters. Dazu zählen zum einen Mineralstoffe und Salze, theoretisch könnten es aber auch Bestandteile wie Sand oder Erde sein. Ein gutes Hundefutter sollte einen Anteil von Rohasche von ca. zwischen 3 und 5 Prozent aufweisen. Ist er zu hoch, kann das die Bildung von Zahnstein fördern oder Nierenschäden auslösen.

Rohfaser im Hundefutter

Rohfasern kann man etwas vereinfacht als Pflanzenfasern bezeichnen, umgangssprachlich oft auch als Ballaststoffe bezeichnet. Rohfaser ist wichtig für die Regulierung der Verdauung des Hundes, gleichzeitig sollte der Anteil an Rohfaser aber auch nicht zu hoch sein, da dies zu einer erhöhten Menge an Kot und einer Behinderung der Verwertung anderer lebenswichtiger Stoffe führen kann. Ein gutes Hundefutter sollte einen Rohfaser-Anteil von ungefähr 2 bis 3 Prozent aufweisen. Nur bei Hundefutter für Senioren oder Diätfutter sollte der Anteil etwas höher liegen.

Fleischanteil im Hundefutter

Der Fleischanteil im Hundefutter sollte möglichst hoch sein. Oft werben Hundefutterhersteller mit extrem hoch erscheinenden Fleischanteilen, jedoch muss man hier beachten, dass der Begriff „Fleisch“ in den gesetzlichen Grundlagen nicht definiert ist. Somit können auch minderwertige tierische Nebenerzeugnisse, wie Knochen, Gedärme, Hufe oder Federn von den Herstellern zum „Fleisch“ gezählt werden. Man sollte daher beim Futterkauf darauf achten, dass möglichst genau deklariert ist, was für „Fleisch“ verarbeitet wurde.

Getreide im Hundefutter

Ein gutes Hundefutter sollte gar kein Getreide erhalten und wenn, dann nur in kleinen Mengen und nur glutenfreies Getreide (s. Abschnitt „Getreidefreies Hundefutter).

Vitamine und Mineralstoffe im Hundefutter

Wenn bei einem Hundefutter eine große Menge an zugesetzten Vitaminen und Mineralstoffen auf der Zutatenliste steht, dann mag sich das zunächst gut anhören. Vitamine können schließlich nicht schlecht für den Hund sein, oder? Denkt man allerdings genauer darüber nach, wird man sich wundern, warum derart viele zusätzliche Stoffe künstlich beigefügt werden müssen. Ein gutes Hundefutter erhält aufgrund der ausgewählten Zutaten von Natur aus ausreichend Vitamine und Mineralstoffe, sodass es keiner künstlichen Stoffe bedarf. Statt dieser Stoffe sollte das Hundefutter also lieber natürliche Zutaten beinhalten, wie beispielsweise Beeren, Kräuter oder Gemüse.

Undurchsichtige Angaben

Einige der Angaben auf der Packung sind ungenau? Ihr versteht vielleicht manche Begriffe gar nicht? Auf Rückfragen beim Hersteller erhaltet ihr keine Antwort? In dem Fall solltet ihr lieber auf ein anderes Hundefutter ausweichen. Wenn ein Hundefutterhersteller ganz frei und genau Angaben über die Zutaten macht, ist das ein gutes Zeichen und deutet darauf hin, dass er nichts zu verstecken hat.

Gutes Welpenfutter

Welpen werden bis zur sechsten oder siebten Lebenswoche von ihrer Mutter gesäugt, anschließend sollten sie langsam an ein gutes Welpenfutter gewöhnt werden. Zu Beginn bietet es sich an, dem Welpen eine Mischung aus Nassfutter für Welpen oder gemahlenem Trockenfutter mit Wasser zu geben. In den nächsten drei bis vier Wochen sollte der Wassergehalt dann immer mehr reduziert werden, sodass der Welpe sich langsam daran gewöhnt, nur noch das reine Welpenfutter zu fressen. Dieses Futter sollte man zunächst auch beibehalten, um den noch empfindlichen Verdauungstrakt des Welpen nicht durcheinander zu bringen.

Gutes Welpenfutter sollte dabei eine große Menge an Protein, Mineralstoffen und Calcium enthalten, da diese für das Wachstum sehr wichtig sind. Gerade bei größeren Hunderassen, wie dem Golden Retriever, sollte man dieses energiereiche Welpenfutter allerdings nicht zu lange geben, da die Welpen sonst zu schnell wachsen. Gelenkprobleme wie Hüftgelenk-Dysplasie oder Ellbogen-Dysplasie können längerfristig eine Folge davon sein. Gebt eurem Hund am besten auch nicht zu viel Futter, denn auch dies kann zu einem zu schnellen Wachstum führen.