Hundeflöhe

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Hundeflöhe sind äußerst lästige Zeitgenossen. Sie können durch den Kontakt mit anderen Hunden oder Tieren übertragen werden, beim Spielen in der Welpenschule aber beispielsweise auch durch Igel. Dabei müssen eure Hunde sich nicht einmal unbedingt in direkter Nähe zum Igel aufhalten, teilweise bekommen eure Hunde die Hundeflöhe schon, wenn sie dem Igel hinterher schnüffeln oder sich in der Nähe seines Nestes aufhalten. Die Übertragung ist somit leider sehr leicht und euer Hund wird sicherlich nicht nur einmal in seinem Leben die Hundeflöhe mit nach Hause bringen.

Abgesehen davon, dass Hundeflöhe eher schwierig zu bekämpfen sind, können sie auch gefährlich sein – sowohl für den Hund als auch für den Menschen. Flöhe können beispielsweise Borreliose übertragen (s. auch Zecken Hund), aber auch Bandwürmer. Die Flohlarven nehmen hierbei die Eier der Bandwürmer auf und die Hunde verschlucken diese, beispielsweise beim Durchbürsten. Dadurch gelangen die Bandwürmer in den Darm. Gefährdet sind somit auch Kinder, die die Flohlarven verschlucken könnten.

Einige Hunde sind auch auf den Speichel der Hundeflöhe allergisch, in dem Fall ist der Juckreiz noch stärker ausgeprägt. Es kann dann auch zu Entzündungen der Haut, verschorften Stellen und Haarausfall kommen. Stellt ihr fest, dass euer Hund besonders sensibel auf die Hundeflöhe reagiert, solltet ihr daher auch den Tierarzt aufsuchen!

Hund hat Flöhe

Euer Hund hat Flöhe - das bemerkt ihr meistens daran, dass er sich auffällig oft kratzt oder beißt, sich vielleicht sogar während des Spaziergangs öfters hinsetzt und es tut. Auch ein nervöses Verhalten kann darauf hindeuten, dass euer Hund Flöhe hat. Gerade bei hellem Fell, wie dem der Golden Retriever, konnten wir schon oft die Hundeflöhe mit bloßem Auge erkennen. Am leichtesten könnt ihr sie von anderen Insekten durch ihre Sprungkraft unterscheiden: Hundeflöhe können bis zu 20 cm hoch springen und machen das oft auch, sobald man sie einmal auf dem Finger hat. Das sicherste Anzeichen aber ist es, den Kot der Hundeflöhe auf dem Hund zu finden. Dieser ist zunächst klein und schwarz, sobald er nass ist, wird er aber rotbraun (Blutfarbstoff). Solltet ihr also andere der Anzeichen entdecken, könnt ihr das Fell eures Hundes mit einem speziellen Flohkamm durchkämmen. Kämmt ihr hierbei kleine, schwarze Krümel raus, die rot werden, sobald ihr sie auf nasses Küchenpapier legt, so könnt ihr sicher sein: Euer Hund hat Flöhe!

Hundeflöhe bekämpfen

Wenn klar ist, dass euer Hund Flöhe hat, solltet ihr nicht zögern und sofort die Hundeflöhe bekämpfen. Denn: Hundeflöhe können leicht auf andere Tiere im Haushalt oder beim Spielen und Toben auf andere Tiere springen, teilweise aber auch auf Menschen und dadurch Allergien und/oder Juckreiz auslösen.

Wenn ihr Hundeflöhe bekämpfen wollt, ist es allerdings wichtig, nicht nur den Hund selbst davon zu befreien, sondern auch eure Wohnung. Nur ungefähr fünf Prozent der Hundeflöhe sitzen nämlich auf dem Wirtstier, während sich der Großteil der Flöhe, Flohlarven und Eier in der Umgebung befindet. Dazu zählen die Wohnung generell, insbesondere aber das Hundebett, andere Hundetextilien, Sofas, Teppiche, Matratzen… Hundeflöhe bekämpfen bedeutet daher, den Hund und die komplette Umgebung zu behandeln – selbst wenn euer Hund sich z.B. normalerweise gar nicht in der Nähe eures Bettes aufhält.

Mittel gegen Hundeflöhe

Um den Hund selbst von den Tieren zu befreien, gibt es folgende Mittel gegen Hundeflöhe:

  • Spot on für Hunde: Das Spot on ist eine Flüssigkeit in einer Pipette, die ihr auf den Nacken des Hundes auftragt. Dieses Mittel gegen Hundeflöhe ist äußerst wirksam und lässt Flöhe auf dem Tier innerhalb von 24 Stunden absterben. Der Schutz gegen Hundeflöhe hält dann 8 Wochen an, außerdem schützt das Spot on gegen Zecken Hund und Haarlinge. Wir haben bisher gute Erfahrungen mit dem Spot on von Frontline gemacht, das wurde bei unserem Hund bisher auch immer von der Tierärztin verwendet.
  • Flohshampoo für Hunde:Ein weiteres Mittel gegen Hundeflöhe ist ein Flohshampoo. Dieses wird wie ein gewöhnliches Shampoo in das nasse Fell einmassiert und nach einer kurzen Einwirkzeit wieder ausgewaschen. Wenn möglich solltet ihr hier auf ein gut verträgliches, natürliches Flohshampoo zurückgreifen, um die Hundeflöhe zwar zu bekämpfen, aber die Haut eures Hundes nicht zu sehr zu belasten.

Flöhe im Haus

Um auch die Flöhe im Haus zu bekämpfen, müsst ihr leider etwas Zeit investieren. Zunächst solltet ihr alle beweglichen Textilien, also sofern möglich das Hundebett, Hundedecken, Leinen, Handtücher, Kuscheltiere usw. bei mindestens 60°C waschen. Übrigens: Falls ihr kein waschbares Hundebett besitzt, schaut mal in unserer Kategorie „Erstausstattung Hund“ vorbei, dort stellen wir euch ein sehr praktisches, waschbares Hundebett vor.

Während die Textilien in der Wäsche sind, kommen die weniger leicht zu reinigen Polstermöbel, Betten, Sofas, Teppiche usw. dran. Hier gilt: Gut absaugen, auch wenn der Hund vielleicht keinen direkten Kontakt dazu hat. Denn sind die Flöhe im Haus, können sie sich überall verbreiten. Auch ein Dampfreiniger kann äußerst nützlich sein beim Hundeflöhe bekämpfen. Bei einer Dampftemperatur von 130°C bleiben da sicherlich keine Flöhe im Haus über…

Für den nächsten Step beim Bekämpfen von Hundeflöhen solltet ihr euch am besten euren Hund schnappen und einen langen, ca. 2-stündigen Spaziergang einplanen. Um wirklich alle Flöhe im Haus zu entfernen, empfehlen wir nämlich den sogenannten “Fogger“. Der Fogger ist ein Spray, das ihr im Haus aufstellt, öffnet und welches sich dann von alleine im Raum verteilt. Um die Hundeflöhe effektiv zu bekämpfen, solltet ihr ein Spray von 200 ml für einen Raum/eine Wohnung von maximal 60 m² einplanen. Für größere Wohnungen oder Häuser müsst ihr entsprechend mehr kaufen. Der Fogger tötet dann noch einmal alle Hundeflöhe ab, die ihr mithilfe der anderen Methoden nicht erwischt habt.

Wenn ihr all diese Methoden zum Hundeflöhe bekämpfen durchgeführt habt, sollte euer Haus innerhalb kürzester Zeit flohfrei sein. Damit das so bleibt, prüft aber bitte auch, ob die Flohquelle eventuell weiterhin in der Nähe ist (Igelnest im Garten, befallener Nachbarshund).

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