Erstausstattung Hund

Jetzt Fan werden!

Der große Moment steht bevor: Ihr habt euch ausreichend informiert und geprüft, welcher Hund zu euch passt? Ihr habt die monatlichen Kosten abgewägt? Und auch schon einen verantwortungsvollen Züchter gefunden? Und jetzt ist es soweit, ein Welpe kommt ins Haus? Wir haben für euch zusammengestellt, was ihr jetzt alles beachten müsst. Bevor ihr losfahrt und euren Welpen abholt, solltet ihr euch zunächst die passende Erstausstattung für den Hund besorgen. So kann sich euer Welpe von Anfang an bei euch wohlfühlen. Zu der Erstausstattung für Hunde zählen insbesondere:

Hundebett für große Hunde

Mit Hundebetten für große Hunde haben wir viele, viele Erfahrungen gemacht. Wir haben inzwischen schon ca. das siebte Hundebett, weil unser Golden Retriever sie entweder durch Beißen oder Graben darin kaputt gemacht hat oder einfach von Anfang an nicht rein wollte.

Hier mal unsere Erfahrungen zu den einzelnen Hundebetten für große Hunde:

Hundebett

  • Gepolstertes Bett mit Kissen darin: Das war das erste Hundebett, das wir für unseren Golden Retriever gekauft haben. Es war ein wirklich teures Bettchen (ca. 80 €), das aber leider folgende Nachteile hatte: Als kleiner Welpe fand es unser Golden Retriever zunächst sehr ungewohnt und unangenehm, dass das Bett so weich und dick gepolstert war. Er ist deshalb zunächst nur ungern reingegangen. Im Sommer war es außerdem ein bisschen zu warm. Darüber hinaus hat er schnell entdeckt, dass es ja mit lustiger weißer Watte gefüllt war und hat daraufhin das Bett, als wir nicht im Raum waren, auseinander genommen. Das gleiche Problem hatten wir auch mit anderen Hundebetten für große Hunde, die gleich aufgebaut, aber wenigstens nicht so teuer waren.
  • Bett aus Plastik: Damit unser Golden Retriever das Bett nicht auseinander nehmen kann und weil es an sich ja sehr pflegeleicht ist, haben wir ihm dann ein Plastikbett gekauft. Dieses steht nun unbenutzt bei uns im Keller, da unser Golden Retriever sich trotz Polsterung mit Decke nicht einmal reingelegt hat.
  • In- und Outdoor-Hundebett: Inzwischen sind wir nun bei diesem Bett gelandet und unser Golden Retriever liebt es. Es hat einen relativ hart gepolsterten Rand, auf den er bequem seinen Kopf legen kann. Gleichzeitig ist es groß genug, dass er sich darin auch komplett ausstrecken kann. Im Sommer ist es auch nicht so warm. Den Bezug kann man komplett abnehmen und waschen und er ist sehr robust.

Hundebett

Dieses Bett könnt ihr zum Beispiel hier günstig kaufen:

Unser Tipp zur Größe: Das Hundebett auf dem Bild hat die Größe XXL. Unser Goldie ist ein Rüde und daher relativ groß. Je nachdem, wie viel Platz ihr habt, könnt ihr eurem Hund natürlich ein so großes Bett gönnen (denn wie gesagt, er liebt es, dass er sich darin komplett ausstrecken kann), bei kleineren Wohnungen oder auch für Weibchen sollte aber normalerweise auch die Größe XL ausreichen.

Natürlich ist nicht jeder Hundegeschmack gleich, aber vielleicht helfen euch unsere Erfahrungen ja ein bisschen weiter beim Kauf der Erstausstattung für den Hund. Für welches Hundebett ihr euch auch entscheidet, sinnvoll ist es in jedem Fall, eine zusätzliche Decke reinzulegen, damit es etwas kuscheliger ist. Außerdem ist es so pflegeleichter, da ihr nur die Decke regelmäßig waschen müsst und nicht das ganze Hundebett.

Hundehalsband

Ob ein Hundehalsband aus Leder oder eines aus Nylon – das wichtigste bei der Wahl des Hundehalsbandes ist die Größe. Ihr könnt euch darauf einstellen, dass euer Hund (je nach Rasse) ziemlich schnell wächst. Zunächst einmal benötigt ihr daher zwar ein Halsband in einer kleineren Größe, es sollte aber die Möglichkeit geben, das Halsband mit der Zeit immer etwas größer einzustellen. Ist hier das Maximum erreicht, dann könnt ihr zu einem größeren Hundehalsband übergehen.

Hundehalsband

Das Hundehalsband darf dabei nicht zu eng sein, aber auch nicht zu locker, da sich euer Hund sonst eventuell daraus befreien könnte. Das Halsband sitzt gut, wenn ihr ca. ein bis zwei Finger darunter schieben könnt.

Ansonsten solltet ihr darauf achten, dass das Hundehalsband in der Waschmaschine gewaschen werden kann, denn beim Spielen und Toben wird es gerne einmal dreckig. Optimal ist es natürlich, wenn das Halsband auch reflektiert, damit euer Hund besonders in den dunkleren Jahreszeiten von Autofahrern gesehen wird.


Hundegeschirr

Neben einem Hundehalsband solltet ihr euch auch ein Hundegeschirr besorgen. Die Meinungen dazu, ob man lieber ein Hundegeschirr oder ein Hundehalsband verwenden sollten, gehen allgemein auseinander. Ich werde euch erklären, warum es aus meiner Sicht Sinn macht, sich beide zu besorgen:

Das Hundegeschirr ist gerade für Welpen und für die ersten Trainingseinheiten mit ihnen sehr hilfreich und daher wichtiger Bestandteil der Erstausstattung für den Hund. Wenn es mal einen Ruck an der Leine geben sollte, wird dieser nicht direkt auf den Hals- und Nackenbereich gelenkt, sondern verteilt sich über den ganzen Körper. Dies ist beispielsweise beim Training zur Leinenführigkeit wichtig, wenn man ihm beibringen will zu einem zu kommen oder auch wenn man seinem Hund das Kommando „Stop“ beibringen will.

Hundegeschirr

Zum Thema Leinenführigkeit muss man dazu allerdings sagen, dass es für die Effizienz des Trainings nicht entscheidend ist, ob man mit Hundegeschirr oder mit Hundehalsband trainiert: Mit dem Hundegeschirr ist es vielleicht einfacher den Hund zu halten, gleichzeitig kann er sich dabei auch mehr „ins Zeug legen“. Nur um die Verletzungsgefahr zu reduzieren, ist es aus meiner Sicht besser, hier ein Hundegeschirr zu verwenden.

Für unseren Golden Retriever ist das Tragen eines Hundegeschirrs allerdings etwas unbequem, daher legen wir ihm im alltäglichen Gebrauch das normale Hundehalsband an, das im Handling einfacher ist und daher schneller an- und wieder ausgezogen werden kann.

Ansonsten gelten in Bezug auf das Hundegeschirr und dessen Beschaffenheit und Größe die gleichen Regeln wie für das Hundehalsband.

Hundeleine

Auch eine Hundeleine ist für die Erstausstattung des Hundes natürlich Pflicht. Dabei solltet ihr euch gleich zwei Leinen besorgen: eine gewöhnliche kurze und eine lange Schleppleine für’s Training.

Hundeleine

Die normale Leine gibt es in allen Farben und Materialien. Achtet hierbei vor allem darauf, dass sie waschmaschinengeeignet sind und auch längenverstellbar, d.h. mit mehreren Punkten, an denen ihr das Ende der Leine einhaken könnt. So könnt ihr die Leine beispielsweise an der Straße etwas verkürzen. Achtung: Von Flexileinen, also Leinen, die sich einrollen, ist gerade zu Beginn des Trainings, aber auch später, abzuraten! Es ist wichtig, dass euer Hund von Anfang an lernt, wo die Leine aufhört und bis wohin er sich also bewegen kann, ohne daran zu ziehen. Mit einer Flexileine hat er diese Lernerfahrung nicht und ihr macht euch damit eure Leinenführigkeit kaputt.

Die Schleppleine gibt es in mehreren Längen. Sie ist wie eine gewöhnliche Leine, nur mehrere Meter lang. Die Schleppleine ist sinnvoll, wenn man seinem Hund Kommandos beibringen möchte, wie das Herankommen oder „Stop“, und sollte daher bei der Erstausstattung für den Hund nicht vergessen werden.

Hundenapf

Hundenapf

Allgemein solltet ihr beachten, dass der Hundenapf abwaschbar und bestenfalls auch geeignet für Geschirrspülmaschinen ist. Sehr angenehm für euren Hund ist es auch, wenn der Hundenapf unten einen Gummirand hat, damit er nicht rutscht. Auf diese Weise kann euer Welpe den Futternapf bis auf den letzten Krümel auslecken und schiebt dabei den Napf nicht aus Versehen durch den ganzen Raum. Auch auf die Größe des Napfes solltet ihr achten: Habt ihr euch für einen Golden Retriever entschieden, dann solltet ihr gleich mit einem größeren Napf starten. Aber beachtet: Am Anfang wird die Essensration immer größer, nach einigen Monaten jedoch wieder kleiner, denn wenn er ausgewachsen ist, braucht euer Hund nicht mehr so viel Futter. Der Hundenapf, den ihr euch im Rahmen der Erstausstattung für den Hund zulegt, muss also nicht riesig sein. Neben dem Futternapf braucht ihr natürlich auch einen für Wasser. Hier gelten die gleichen Regeln.

Hundenapf

Es gibt übrigens auch höhenverstellbare Hundenäpfe, die also mit dem Hund „mitwachsen“ können. Angeblich soll dies den Rücken der Hunde schonen, da sie sich nicht soweit herunterbeugen müssen beim Fressen. Ich persönlich halte davon allerdings nicht sehr viel. Der Hund stammt schließlich vom Wolf ab – und dieser hat es ja auch geschafft, in der Wildnis ohne verstellbaren Futternapf zu überleben. Und euer Hund isst schließlich auch nur wenige Minuten am Tag…

Hundebürste

Zu Beginn, wenn euer Golden Retriever noch klein ist, braucht ihr noch keine spezielle Hundebürste. Es reicht eine kleine Bürste, die an eine menschliche Haarbürste erinnert, ohne viel Schnick-Schnack. Wenn euer Hund allerdings sein Welpenfell verliert und sich langsam Unterwolle und Deckhaar entwickeln, solltet ihr auf eine spezielle Unterfellbürste zurückgreifen.

Der Golden Retriever besitzt zwei Arten von Fell: Die wärmende Unterwolle und das vor Sonne und Dreck schützende Deckhaar. Spezielle Unterwollebürsten beschädigen nicht das schützende Deckhaar, sondern entfernen nur die losen Haaren der Unterwolle. Mit diesen Bürsten kann man dem Golden Retriever ganze Haarbüschel ausbürsten, was für ihn gerade im Sommer sehr angenehm ist. Ausserdem verliert er nach dem Bürsten deutlich weniger Haare in der Wohnung und teilweise hilft das Ausbürsten auch, wenn euer Hund müffelt.